Othmars Geisterhaus

Musiktheaterperformance über die Künstlerfamilie Schoeck in Brunnen, Schweiz

Othmar Schoeck Festival 2016

Im Geburtshaus Othmar Schoecks in Brunnen

„Man kann auch in die Höhe fallen“

Dunkel, voller Geheimnisse und Erinnerungen, so erlebt der Besucher die Villa Schoeck. Dort sind die vier Schoeck-Buben aufgewachsen, das Haus hat deren Jugend geprägt.

Das Musiktheaterkollektiv HAUEN UND STECHEN ist eingeladen worden, sich mit dem Werk, der Künstlerpersönlichkeit Othmar Schoecks und dem Haus seiner Jugend auseinanderzusetzen. Es hat die Räume der Schoeck-Villa erforscht, entdeckt und neu erfahrbar gemacht. Au den Kompositionen des großen Liederbeschwörers Othmar Schoeck tauchen in der Familienvilla Figuren aus Schoecks Oeuvre auf und treiben, von Sängern und Schauspielern ins Spiel gesetzt, ihr Unwesen. Es ist die Perspektive des Jungen in einem Haus voller Erbe, im Haus der Rätsel der Eltern und Ahnen, in dessen Flur mahnend, bedrohlich, aber auch bereit, Transportmittel zu sein, der riesige Adler schwebt.

REGIE/PERFORMANCE Franziska Kronfoth, Julia Lwowski BÜHNE Yassu Yabara

KOSTÜME Lea Søvsø VIDEO Martin Mallon MUSIKALISCHE LEITUNG Nadezda Tseluykina SAXOPHON Andrey Lakisov SOPRAN Vera Maria Kremers BARITON Thorbjörn Björnsson SCHAUSPIEL Gina-Lisa Maiwald, Günter Schanzmann DRAMATURGIE Johanna Ziemer AUSSTATTUNGSASSISTENZ Sabina Winkler

PRESSE/KRITIKEN

„Bizarr, oft surreal, witzig und sehr kreativ. Rund um die und in der Villa Schoeck wird eine faszinierende Performance inszeniert. Eine Überraschung total.

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Gestartet wird im verwunschenen Garten der Villa, wo die vier Schoeck-Buben „schlüpfend“ das Licht der Welt erblicken. Der Baumbestand, der Muschelbrunnen, der Kräutergarten und die Balkonlandschaft werden Schauplatz von faszinierenden Geschichten, wie über den Schlangenbiss, Badeerlebnisse, Rufe aus der Küche zum Essenkommen. Dann wird der Besucher wie ein Verschwörer in die dunklen Räume des Hauses geführt. Es folgen intime Szenen im Hotelzimmer, die Schilderung des Unfalls im Treppenhaus und dann als Finale die vielen Szenen im sensationellen Atelier.

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Es war eine mutig-sensationelle Idee, das Kollektiv nach Brunnen zu holen. Vergleichbares ist landesweit kaum zu sehen

05.09.2016, Josias Clavadetscher, Bote der Urschweiz

„Das Lwowski Kronfoth Musiktheaterkollektiv aus Berlin ließ sich von Hotel, Haus und Garten sowie Anekdoten und Werken inspirieren. Daraus entstand die Performance Othmars Geisterhaus, die mit ihrer fantastischen Szenerie Schoecks Musik eine außergewöhnliche Bühne bot“

15.09.2016 Katrin Spelinova, Schweizer Musikzeitung

Fotografie, Kamera (c) Thilo Mössner

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