† Günter Schanzmann – Performance

Günter Schanzmann fand auf Umwegen mit Hilfe von Freunden wie Klaus Wennemann und Volker Spengler zum Schauspielen, Sprechen und Singen. Mit 39 Jahren absolvierte er eine Tanz-, Gesangs- und Sprechausbildung bei Dede Dorée in Frankfurt am Main, spielte dort in Schauspiel und Oper und im Tanztheater bei Pina Bausch. Er beteiligte sich an der Realisierung des Fassbinder-Stückes Der Müll, die Stadt, der Tod. Seit 2001 arbeitete in Berlin bei Christoph Schlingensief (z.B. in Rosebud) und im Stadtbad Oderberger Straße (Die Orestie von Aischylos, Das Herz eines Boxers). Er spielte in Inszenierungen von Lee Soo-eun und Georg Schütky. Bei vielen Inszenierungen von HAUEN•UND•STECHEN wirkte er als Performer/Schauspieler mit, so z.B. bei Götterdämmerung, LULU/NANA, Schwindel. Über das Verlieren, Notre Carmen und in den Serien Todesqualle und Sturm. Ein letzter postumer Auftritt im Video bildete den Abschluss der Inszenierung Luft, Luft, mir erstickt das Herz.

Günter Schanzmann verkörperte den Mut zum Leben, die Wut, die Liebe in immer wechselnden Kostümen