LULU/NANA oder Das Huhn mit dem Inneren und dem Äußeren

Musiktheater nach Alban Berg, Frank Wedekind und Jean-Luc Godard

1. März | Sophiensaele, Berlin
6. – 8.März | Schwere Reiter, München
jeweils 20.30 Uhr

LULU_NANA
„Das Huhn ist ein Tier mit einem Inneren und einem Äußeren. Zieht man das Äußere ab, erhält man das Innere. Und zieht man das Innere ab, dann sieht man die Seele.“ Godards Film Vivre sa vie aus dem Jahr 1962 sieht sich wie eine moderne Erzählung der Lulu-Geschichte, mit der Frank Wedekind die französische Philosophie des 20. Jahrhunderts vorwegnahm und mit der Alban Berg die erste Zwölftonoper schuf, die voller Ohrwürmer ist. Die junge Musiktheaterregisseurin Franziska Kronfoth erarbeitete auf Grundlage dieser Werke mit ihrem Kollektiv einen epischen, so sinnlichen wie nachdenklichen Theaterabend zwischen Musik, Film und unendlichen Varianten davon, wer diese Frau mit den komischen Namen ist, Lulu oder Nana, gespielt von fünf bezaubernden Damen und vier eindrucksvoll risikobereiten Herren.

Die Inszenierung entstand über ein ganzes Jahr hinweg in mehreren Etappen in der Opernperformance-Reihe Hauen und Stechen der Galerina Steiner. Nun werden die thematischen Episoden erstmals miteinander verbunden gezeigt in einem großen, zweieinhalbstündigen Abend: Lulu und ihre Geschwisterfiguren Don Giovanni und Tristan. Lulus Kindheit. Nana, die von einem Philosophen das Sprechen lernt. Der Tod, der den jungen Frauen in ihren Geschichten vorgezeichnet ist und dem sie wie Märtyrerinnen begegnen. Die Zersplitterung der eigenen Identität in sozialen Beziehungen. Die Rettung der toten Ehemänner. Die Poesie in der Zeit nach der Emanzipation. Bestien mit schwerem kulturgeschichtlichem Erbe.

mit Magdalena Motyl, Ulrike Schwab (Sopran), Daniel Pérez (Bariton), Gina-Lisa Maiwald, Günter Schanzmann (Schauspiel), Julia Lwowski (Performance), Martin Mallon (Video), Nadezda Tseluykina (Musikalische Leitung/ Klavier), Louis Bona (Viola), Ni Fan (Percussion)

Inszenierung: Franziska Kronfoth | Bühne und Kostüme: Günter Lemke
Produktionsleitung: Johanna Ziemer | Assistenz Ausstattung: Maria Frastanli | Praktikum: Luckytawati Setiadji

Samstag, 1. März 2014 | 20.30 Uhr | Sophiensaele, Berlin
Donnerstag – Samstag, 6. – 8. März 2014 | 20.30 Uhr | Schwere Reiter, München

Sophiensaele
Sophienstr. 18 – 10178 Berlin
U8 Weinmeisterstraße | S Hackescher Markt | S Oranienburger Straße
Karten unter (030) 283 52 66 oder www.sophiensaele.com

Schwere Reiter
Dachauer Str. 114 – 80635 München
Tram 12, 20, 21, Bus 53 Leonrodplatz
Karten unter (089) 21 89 82 26 oder reservierung@schwerereiter.de

Eine Koproduktion des •LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV, Schwere Reiter MUSIK, München, Sophiensaele und Galerina Steiner, Berlin. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsbüro Geis. Franziska Kronfoth wurde für ihr künstlerisches Rechercheprojekt LULU/NANA als Nachwuchskünstlerin des Jahres 2013 mit dem Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin ausgezeichnet.

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das Nationale Performance Netz im Rahmen der Gastspielförderung aus Mitteln der Beaufftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

Fotografie: Ioni Laibarös | Grafik: Thomas Heidtmann

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