LULU/NANA: Exposition

E.D.

Julia Lwowski und Franziska Kronfoth
2 Opern-Performances mit Ni Fan und Gästen

Kleine Keller, enge Wohnungen. Leben und Tod, vor allem Tod! Vor allem Leben! Die Sehnsucht kommt leichtfüßig und singt ganz laut! Kann ich endlich mal rankommen an die da auf dem Ofen? Und wie geht es dem Mädchen mit dem blauen Gymnastikanzug? Es flüstert: «Das Huhn ist ein Tier mit einem Inneren und einem Äußeren. Zieht man das Äußere ab, bleibt das Innere übrig. Zieht man das Innere ab, bekommt man die Seele zu Gesicht!»

© Thilo Mössner / Ioni Laibaroes

Die Performancereihe Hauen und Stechen geht in die zweite Runde und bleibt ihrem Konzept treu: Gespielt wird mehrmals hintereinander, etwa eine halbe Stunde und immer für ein begrenztes Publikum. Diesmal gibt es gleich zwei kurze, aber feine Musiktheaterstücke: Franziska Kronfoth inszeniert die Exposition ihrer ausufernden Forschung über Frauen mit komischen Namen: Lulu und Nana. Julia Lwowski ruft in einem Akt der Bilderverehrung die Geister der Vergangenheit wach. Diesmal führt die Percussionistin Ni Fan durch den Doppelabend und exerziert wie süchtig immer wieder: den Moment, an dem der Arm schon ausgeholt hat, aber die Hand noch nicht zugeschlagen.

Samstag, 4. Mai 2013

 

LULU/ NANA: EXPOSITION

Besetzung: Martin Gerke (Bariton), Gina-Lisa Maiwald (Schauspiel), Ni Fan (Percussion), Nadezda Tseluykina (Klavier), Julia Lwowski (Performance)

Regie: Franziska Kronfoth, Ausstattung: Hsiu-Ying Hou und Hsuan Huang

Text und Musik: Mozart, Berg, Godard

 

E.D.

Besetzung: Ni Fan (Percussion), Amélie Saadia (Mezzosopran), Magnús Hallur Jónsson (Tenor), Franziska Kronfoth (Performance), Edwin Dickman (Zeichnung)

Regie: Julia Lwowski

Musik: Cavalli, Schubert, J. Strauß, Gainsbourg

 

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Franziska Kronfoth wurde 2013 für ihr Projekt LULU/NANA über die Werke von Frank Wedekind, Alban Berg und Jean-Luc Godard als Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet und mit dem Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin bedacht.