Hauen und Stechen BIBELSTUNDE

Opern-Performances in der Galerina Steiner
von Julia Lwowski und Franziska Kronfoth

Die Vorlage für Julia Lwowskis synästhetisches Opernexperiment ist die traurige Geschichte von Kain und Abel, einem der rätselhaftesten Texte der Bibel. Die Strafe Kains ist die Verbannung und das Erleiden ewiger Schmerzen. Franziska Kronfoth setzt ihre Arbeit über Wedekind, Berg und Godard fort. Lulu und Nana wissen, dass sie sterben müssen, sie sehen ihren Tod im Traum, im Kino. Unter Annahme dieser Bedingung gehen sie ihren Weg, dessen letzte Station die Liebe ist.

© Thilo Mössner / Ioni Laibaroes

Das •LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV zeigt am kommenden Samstag mit BIBELSTUNDE die vorerst letzte Episode von Hauen und Stechen für dieses Jahr. In neuen Räumen und nach altem Prinzip: Gespielt wird mehrmals hintereinander, kurz und heftig und immer für ein begrenztes Publikum. Diesmal sind die Folgen unvermeidlich, auch wenn die Zeit anhält und immer wiederkehrt: in dem Moment, in dem der Arm schon ausgeholt hat, aber die Hand noch nicht zugeschlagen.

Samstag, 14. September 2013 | ab 19 Uhr

2 Performances und eine Überraschung

Vorstellungen alle 45 Minuten

 

JEDER ABEL HAT SEINEN KAIN oder DER VERRAT AN DER ERDE

Besetzung: Ulrike Schwab (Sopran), Franziska Kronfoth und Nolundi Tschudi (Performance), Naoise Ó Briain (Flöte), Yonathan Cohen (Synthesizer) sowie Edwin Dickman (Zeichnung)
Regie: Julia Lwowski

LULU/NANA: PASSION

Besetzung: Nicole Tschaikin (Sopran), Günter Schanzmann (Schauspiel), Naoise Ó Brien (Flöte), Yonathan Cohen (Synthesizer), Jakob Klaffs (Video), Anton Peltier und Julia Lwowski (Performance)
Regie: Franziska Kronfoth
Ausstattung: Günter Lemke
Ausstattungsassistenz: Tristan Weber

ÜBERRASCHUNG

Lea Søvsø und Nikolai Frank

Franziska Kronfoth wurde 2013 für ihr künstlerisches Rechercheprojekt LULU/NANA über die Werke von Frank Wedekind, Alban Berg und Jean-Luc Godard als Nachwuchskünstlerin mit dem Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin ausgezeichnet.

Eine Produktion des •LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV

Wir danken der Galerina Steiner für ihre freundliche Einladung und besondere Unterstützung unserer Arbeit.