Die böse Miene zum guten Spiel – Eine heidnische Matthäuspassion

Hauen und Stechen 13 in der Galerina Steiner

Meine Passion ist in den Bach gefallen. Frühlingsriten und Osterbräuche erzählen von Auferstehung und Wiedergeburt, vom Sterben um neuzuwerden, so wie die menschlichen und tierischen Opfer der Bibel zum Pessachfest. Opfer. Wir streichen unsere Türen mit ihrem Blut rot, damit das Unglück an uns vorübergeht. Der Hase ist das Tier der Fruchtbarkeit, das Tier, das sich in der Erde inkarniert. Wir folgen ihm in seinen Bau und vermehren uns wie die Kaninchen, teilen unsere Körper und ihre Flüssigkeiten, und das ist nicht rein christlich gemeint, sondern vielleicht ein universeller ritueller Vorgang aller Mythen und der Kunst.

Fotos: Thilo Mössner & Ioni Laibaroes

mit Ulrike Schwab (Sopran) I Vera Maria Kremers (Alt) I Valentin Bezençon (Tenor) I Tatiana Nekrasov, Günter Schanzmann (Schauspiel) I Julia Lwowski (Performance) und Nadezda Tseluykina (Klavier, Orgel) I Yu-Chun Lin, Andrea Vela (Violine) I Tanja-Maria Naeder (Klarinette) I Andrej Lakisov (Saxophon, Gitarre)

Chor: Vera Maria Kremers, Ulrike Schwab (Soprano in Ripieno) | Maria Lehmann, Elisa Stein, Bibi Stewart, Christine Zahn (Sopran) I Gesa Burkandt, Helen Ispirian, Franziska Kronfoth (Alt) I Adam Schienle, Valentin Bezençon, Richard Graentz, Viktor Eichmann (Tenor) I Hanno Tiesbrummel, Philipp Mayer (Bass)

Musikalische Leitung: Yonatan Cohen I Regie: Franziska Kronfoth | Bühne und Kostüme: Günter Lemke und Hsuan Huang I Video: Jan Klein I Regieassistenz: Marianne Kjær Klausen

 

Vorschau

Orpheus – Georg Philipp Telemann

Hamburgische Staatsoper  | 8 | 9 | 10 | 12 | 13 | 15 | 16 Juli 2016

Othmars Geisterhaus – Othmar Schoeck / Lwowski Kronfoth Musiktheaterkollektiv

Othmar Schoeck Festival Brunnen (CH) | 1-11 Sep 2016 tgl. außer Mo