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Notre Carmen

nach Georges Bizet

Théâtre de l’Athénée Louis-Jouvet, Paris | 9- 19 November 2017

Sophiensæle, Berlin | 13- 17 Dezember 2017

In einem archaischen Raum, in dem Tod und Tanz das Gleiche bedeuten, erzählt das Musiktheaterkollektiv HAUEN•UND•STECHEN Carmens fürchterliche Geschichte. Der moderne Mythos wird zu einem kollektiven Schmerz und Bizets Musik spielt für eine Carmen-Gesellschaft. In dieser Nacht erklingen Harfen, Flöten und Trompeten und alle, auch das Publikum, werden zu Komplizen.

Ihr Hunger nach einem besseren Leben macht sie zu einem Zuviel, zu Monstern. Sie scheuen die Bürokratie und waschen sich selten. Das hat Konsequenzen: Ihr Leben, das den Tod nicht fürchtet, ist zwar fulminant, aber sie haben immer noch kein Geld. Sie haben längst verstanden, dass sie nicht frei sind. Trotzdem loten sie obsessiv Strategien der Freiheit aus. Vielleicht müssen diese Strategien am Ende in Tausend Stücke zerspringen, aber ihre Splitter treffen das Ziel.

Selbstvergessen singen und tanzen die Protagonisten ihr kollektives Schicksal: Zuerst liebt man sich, dann liebt man sich nicht mehr. Das Größte steht noch bevor, dann, wenn man einander nicht mehr liebt.

Mit Angela Braun (Sopran) | Valentin Bezençon (Tenor) | Thorbjörn Björnsson (Bariton) | Gina-Lisa Maiwald, Günter Schanzmann (Schauspiel) | Roman Lemberg (Klavier, Akkordeon) | Louis Bona (Viola) | Eri Hatanaka (Harfe) | Shin Joo Morgantini (Flöte) | Maria Buzhor, Franziska Kronfoth, Julia Lwowski (Performance)

Regie Franziska Kronfoth | Bühne und Kostüme Christina Schmitt | Musikalische Leitung Roman Lemberg | Dramaturgie Maria Buzhor | Choreographie Julia Lwowski | Komposition Louis Bona | Video Martin Mallon | Lichtdesign Konrad Dietze | Produktionsleitung Laura Hörold | Regieassistentin Marie Roth | Ausstattungsassistentin Charlotta Hench | Ausstattungshospitantin Mia Lehrnickel | Maske Valeria Popov | Fotografie Thilo Mössner

Die Fledermaus

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Die pornografische Lust kennt keine Erschöpfung auch kein Ende. Wir auch nicht. Die andere Lust aber, die nicht nur auf Befriedigung abzielt, sondern sich als Auseinandersetzung mit einem Gegenüber versteht, braucht ein endloses verstörendes Fest beim Master of Desaster Prince Orlofsky. Strauß‘ lustige FLEDERMAUS ist ein schillernder Reigen an überholten Konventionen und unseren vielen heiteren Versuchen, sie zu umgehen. Das wundersame Happy End kann über die vielen verzweifelten Lustmaschinen dieser Operette nicht hinwegtäuschen. Was passiert also, wenn mit der vierten Wand die aufgesetzte Unschuld der Operette verabschiedet wird?
Nach eindrücklichen Inszenierungen von SCHWINDEL, MACBETH und ELEKTRA widmet sich die junge Regisseurin Julia Lwowski mit ihrer internationalen Randgruppe und dem Trio Laccasax nun dem Klassiker der Schönen Lüste – Eintritt garantiert ab 18.

Neuköllner Oper  | ab 26. Januar 2017

Video
https://www.youtube.com/watch?v=2EzlUguuFkA

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Die Todesqualle oder Wer flüstert, der lügt

Turandot – Zweite Studie nach Giacomo Puccini

Galerina Steiner/ Sophiensaele | März 2017

 

 

DIE TODESQUALLE ODER WER FLÜSTERT, DER LÜGT

HAUEN•UND•STECHEN in den Sophiensaelen Berlin
Freitag 04.November | Samstag 05. November

TURANDOT – ERSTE STUDIE NACH GIACOMO PUCCINI

„Das Gesicht, das Du siehst, ist nur eine Illusion. Turandot existiert nicht.“

Der Tod ist rätselhaft, aber nicht privat. Der Tod ist politisch, findet Prinzessin Turandot und lässt ihre Heiratsanwärter eindrucksvoll hinrichten. Turandots Geste ist aber nicht bloß tyrannisch, sondern auch ein virtuoses Spiel um die Freiheit mit dem Versprechen, im Tod der eigenen Unterdrückung zu entkommen. Wenn man nur den eigenen Einsatz erraten könnte! Die Clowns warnen: Du kannst nichts gewinnen außer die eigene Auslöschung. Die Leute freuen sich schon auf Deine Hinrichtung.

Fotos: Thilo Mössner

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In Schönheit sterben

Hauen und Stechen – Festival-Edition an der Neuköllner Oper.
Sa 22. Oktober, 21 Uhr | So 23. Oktober, 19 Uhr

Ein Spiel der Verführung, ein Spiel um Leben und Tod. Die Spielregeln stehen fest: Wenn der Gong ertönt, rollen die Köpfe und die Menge jauchzt. Doch jeder neue Spielwurf ist wie die Liebe auf den ersten Blick, die äußerste Hoffnung. Und so wagt der Verurteile den Zweikampf mit dem Nichts: Ist nur der Tod des Rätsels Lösung oder ist Freiheit möglich? HAUEN•UND•STECHEN spielen dieses Spiel auch mit Ihnen: Stirbt man am Zerrissensein, am Starksein oder am Klugsein? In Wahnsinn, Krankheit, Alter, oder im Auto? Der Einsatz ist hoch. Achtung, Achtung! Darstellerinnen und Zuschauerinnen stehen gleichermaßen auf dem Spiel!

Fotos: Thilo Mössner

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Elektra

Ein Abend mit Musik von Gluck, Xenakis und Kanajan

Uraufführung am 10. Februar 2016.
Vorstellungen bis 28. März an der Neuköllner Oper, Berlin

Elektron, altgriechisch, übersetzt: Bernstein. Dieser fossile Harz erhält durch Reibung eine negative Ladung.
Elektra, Tochter des Agamemnon und der Klytämnestra, fordert Gerechtigkeit. Sie sinnt auf Rache.
Denn die eigene Mutter ermordete gemeinsam mit dem Nebenbuhler Ägisth ihren Gemahl, als dieser nach der Zerstörung Trojas zurückkehrte. Die Tochter Elektra lebt seither verwildert wie ein Tier im Vorhof des Palastes, um das Grab ihres Vaters zu beweinen und wilde Anklage gegen ihre Mutter zu erheben. Sie hat das Mordbeil aufbewahrt, damit ihr Bruder Orest, zurückgekehrt nach Mykene, ihre Mutter erschlägt und sie den Ägisth. Oder umgekehrt. Gleichviel: Es kommt anders, aber die Rache wird vollführt.

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© Matthias Heyde

Die junge Regisseurin Julia Lwowski, an der Neuköllner Oper bereits bekannt durch ihre Arbeiten Schwindel und Macbeth, hat sich der Figur über die Interpretation Hugo von Hofmannsthals angenommen. Mit reicher Bildsprache und in einer musikalischen Einrichtung von Chatschatur Kanajan stellt sie die Frage dieses archaischen Generationskonfliktes neu: Sind wir etwa für ewig dazu verdammt, die Fehler unserer Eltern zu wiederholen?

Fassung von Chatschatur Kanajan (Musik) | Konzept und Regie: Julia Lwowski | Ausstattung: Yassu Yabara | Musikalische Leitung: Roman Lemberg | Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Mit: Thorbjörn Björnsson, Gina-Lisa Maiwald, Roman Lemberg, Ni Fan, Miako Klein

TERMINE

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Macbeth nach Verdi

Musiktheater, Premiere 11.04.2015 in der Neuköllner Oper
Regie: Julia Lwowski

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Was macht den Menschen zum Mörder? Was ist mit der starken Frau, die hinter jedem großen Mann steht? Und was geschieht, wenn eine Ehe in so wunderbarer Musik gekleidet ist wie in Verdis „Macbeth“? Die junge Regisseurin Julia Lwowski geht mit ihrem Team und drei Sängern auf eine bildreiche und traumhafte Suche.

Macbeth-Video

LULU/NANA oder Das Huhn mit dem Inneren und dem Äußeren

Musiktheater nach Alban Berg, Frank Wedekind und Jean-Luc Godard

1. März | Sophiensaele, Berlin
6. – 8.März | Schwere Reiter, München
jeweils 20.30 Uhr

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„Das Huhn ist ein Tier mit einem Inneren und einem Äußeren. Zieht man das Äußere ab, erhält man das Innere. Und zieht man das Innere ab, dann sieht man die Seele.“ Godards Film Vivre sa vie aus dem Jahr 1962 sieht sich wie eine moderne Erzählung der Lulu-Geschichte, mit der Frank Wedekind die französische Philosophie des 20. Jahrhunderts vorwegnahm und mit der Alban Berg die erste Zwölftonoper schuf, die voller Ohrwürmer ist. Die junge Musiktheaterregisseurin Franziska Kronfoth erarbeitete auf Grundlage dieser Werke mit ihrem Kollektiv einen epischen, so sinnlichen wie nachdenklichen Theaterabend zwischen Musik, Film und unendlichen Varianten davon, wer diese Frau mit den komischen Namen ist, Lulu oder Nana, gespielt von fünf bezaubernden Damen und vier eindrucksvoll risikobereiten Herren.

Die Inszenierung entstand über ein ganzes Jahr hinweg in mehreren Etappen in der Opernperformance-Reihe Hauen und Stechen der Galerina Steiner. Nun werden die thematischen Episoden erstmals miteinander verbunden gezeigt in einem großen, zweieinhalbstündigen Abend: Lulu und ihre Geschwisterfiguren Don Giovanni und Tristan. Lulus Kindheit. Nana, die von einem Philosophen das Sprechen lernt. Der Tod, der den jungen Frauen in ihren Geschichten vorgezeichnet ist und dem sie wie Märtyrerinnen begegnen. Die Zersplitterung der eigenen Identität in sozialen Beziehungen. Die Rettung der toten Ehemänner. Die Poesie in der Zeit nach der Emanzipation. Bestien mit schwerem kulturgeschichtlichem Erbe.

mit Magdalena Motyl, Ulrike Schwab (Sopran), Daniel Pérez (Bariton), Gina-Lisa Maiwald, Günter Schanzmann (Schauspiel), Julia Lwowski (Performance), Martin Mallon (Video), Nadezda Tseluykina (Musikalische Leitung/ Klavier), Louis Bona (Viola), Ni Fan (Percussion)

Inszenierung: Franziska Kronfoth | Bühne und Kostüme: Günter Lemke
Produktionsleitung: Johanna Ziemer | Assistenz Ausstattung: Maria Frastanli | Praktikum: Luckytawati Setiadji

Samstag, 1. März 2014 | 20.30 Uhr | Sophiensaele, Berlin
Donnerstag – Samstag, 6. – 8. März 2014 | 20.30 Uhr | Schwere Reiter, München

Sophiensaele
Sophienstr. 18 – 10178 Berlin
U8 Weinmeisterstraße | S Hackescher Markt | S Oranienburger Straße
Karten unter (030) 283 52 66 oder www.sophiensaele.com

Schwere Reiter
Dachauer Str. 114 – 80635 München
Tram 12, 20, 21, Bus 53 Leonrodplatz
Karten unter (089) 21 89 82 26 oder reservierung@schwerereiter.de

Eine Koproduktion des •LWOWSKI•KRONFOTH•MUSIKTHEATERKOLLEKTIV, Schwere Reiter MUSIK, München, Sophiensaele und Galerina Steiner, Berlin. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Mit freundlicher Unterstützung des Redaktionsbüro Geis. Franziska Kronfoth wurde für ihr künstlerisches Rechercheprojekt LULU/NANA als Nachwuchskünstlerin des Jahres 2013 mit dem Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin ausgezeichnet.

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das Nationale Performance Netz im Rahmen der Gastspielförderung aus Mitteln der Beaufftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

Fotografie: Ioni Laibarös | Grafik: Thomas Heidtmann

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www.hauen-und-stechen.com | www.galerinasteiner.de | www.sophiensaele.com | www.schwerereiter.de